Videos in der digitalen Lehre: Do you need it perfect or by Tuesday?

QpLuS IM beim HI-KIBA-Workshop 2020

Do you need it perfect or by Tuesday? Videos in der digitalen Lehre” lautete der Titel unseres Vortrags im Rahmen des Online-Workshops “Digitale Lehre in der Informationswissenschaft – Von der Pandemie bedingten Notwendigkeit zu Lessons Learned und Best-Practices” am 25.09.20.

Meine Projektkolleg*innen Anke Wittich und Gerrit Wucherpfennig haben in dem Vortrag unsere aktuelen Arbeiten zu selbstgesteuertem Lernen, Reduktion und Fokussierung im QpLuS IM Projekt vorgestell.

Alle Workshop-Beiträge sind online verfügbar unter Videos und Präsentationen der Workshops Digitale Lehre in der Informationswissenschaft nun verfügbar.

Der Workshop wurde organisiert vom Hochschulverband Informationswissenschaft (HI) und der Sektion 7 des dbv „Konferenz der informations- und bibliothekswissenschaftlichen Ausbildungs- und Studiengänge (KIBA)”. Herzlichen Dank dafür!

Eine nächste Sitzung ist im Januar 2021 zum Thema Open Educational Resources (OER) geplant.

 

Paper angenommen: Rethinking Self-directed Learning for Information Managers

Paper DigitalWorld 2020 angenommen

Wir freuen uns, dass unser Paper “Rethinking Self-directed Learning for Information Managers – A process model for self-learning materials regarding the degree of complexity” (Preprint bei ResearchGate) als “regular paper” für die eLmL 2020 (DigitalWorld) angenommern wurde.

Hier das Abstract als Kurzeinstieg:

“Self-directed learning is an essential basis for lifelong learning and requires constantly changing, target group-specific and personalized prerequisites in order to motivate people to deal with modern learning content, not to overburden them and yet to adequately convey complex contexts. Current challenges in dealing with digital resources such as information overload, reduction of complexity and focus, motivation to learn, self-control or psychological wellbeing are taken up in the conception of learning settings within our QpLuS IM project for the study program Information Management and Information Management extra-occupational (IM) at the University of Applied Sciences and Arts Hannover. We present an interactive video on the functionality of search engines as a practical example of a medially high-quality and focused self-learning format that has been methodically produced in line with our agile, media-didactic process and stage model of complexity levels.”

Weitere Einzelheiten und Hintergründe sind in unserem Mediendaktischen Konzept für QpLuS IM (“Living Document” bei ResearchGate) zu finden.

Die DigitalWorld2020 findet Covid19-bedingt “onsite and online” von 21. bis 25.11. (online darüber hinaus) in Valencia statt. Wir erstellen einen vorab aufgezeichneten Videobeitrag für unsere Präsentation.

Mehr dazu bald hier 🙂

(Beitragsbild von Sharon McCutcheon bei Unsplash)

ICETM 2020: International Conference on Education Technology Management

ICETM 2020: International Conference on Education Technology Management

The 3rd International Conference on Education Technology Management (ICETM 2020) will be held in London, United Kingdom, during December 17-19, 2020.

The conference has added online attendance / presentation for participants in case of you cannot attend the conference because of the COVID-19.

Call For Papers ICETM2020 (pdf)

The submission deadline is still open until Oct. 20, 2020.

Please consider to conribute.

eLmL 2020 CfP-Deadline verlängert bis 5. August 20

eLmL 2020 - zwoeinsnull

The Twelfth International Conference on Mobile, Hybrid, and On-line Learning” (eLmL 2020) hat aufgrund der aktuellen Corona-Lage die Einreichungsfrist für den Call-for-Papers bis zum 05. August 20 verlängert.

Die Konferenz findet im spanischen Valencia von 21. bis 25. November 20 statt. Die Teilnahme ist vor Ort oder auch nur online möglich:

“Onsite and Online Options: In order to accommodate a large number of situations, we are offering the option for either physical presence or virtual participation.” (eLmL Organisationsteam)

Einzelheiten auf der eLmL Konferenz-Website.

Eine Mücke aus einem Elefanten machen: Quizizz statt Moodle-Tests?

Mücke_statt_Elefant_Quizizz_Moodle

Moodle bietet als komplexes Open-Source Lern-Management-System (LMS) unterschiedlichste Optionen für Online-Tests von Selbsteinschätzung zur Überprüfung des eigenen Lernfortschritts  bis hin zu prüfungsrelevanten Online-Klausuren mit verbindlicher Benotung.

Quizizz ist im Vergleich zu Moodle ein frei verfügbares Leichtgewicht für die schnelle, webbasierte Erstellung von Online-Quizzes mit Gamification-Elementen, die unkompliziert, auch ohne Login auf allen Endgeräten verfügbar sind.

Einfach und überall Lernen mit Spaßfaktor

Als ich vor einiger Zeit Quizizz entdeckt habe, habe ich mir plötzlich die Frage gestellt, ob es nicht eine wunderbare Alternative zu den im Vergleich dazu auf einmal sperrig wirkenden Online-Tests in Moodle ist?

Auch Moodle verfügt inzwischen über eine mobile App, sodass die Endgerät unabhängige Nutzung ohne Weiteres möglich ist. Aber allein die Notwendigkeit, sich erst in einen Kurs einschreiben oder sich einloggen zu müssen,  sind manchmal nicht notwendige, zusätzliche Hürden für ein kurzweiliges Nutzererlebnis mal schnell zwischendurch oder unterwegs.

Bei Quizizz steht über intuitive Bedienung mit absichtlich abgespecktem Funktionsumfang, poppiger Oberfläche und Gamification-Elementen wie Bestenlisten, Punktesystem oder Wettbewerb untereinander eindeutig der Spaßfaktor beim Lernen “at your own pace” im Vordergrund. Man kann zügig eigene Quizfragen (Einfach- und Mehrfachauswahl) erstellen oder sich in einem riesigen Pool bestehender Fragen bedienen. Bisher überwiegt das Angebot an englischsprachigen Fragen und Quizizz ist nach eigenen Angaben an jeder zweiten amerikanischen Schule vertreten.

Ich arbeite jetzt schon eine gefühlte Ewigkeit mit Moodle in der Lehre. Wir nutzen für Lehrveranstaltungen im Medieninformatikbereich des Studiengangs Informationsmanagement an der Hochschule Hannover überwiegend die üblichen Lernmanagementfunktionen wie zentrale Teilnehmerverwaltung, Foren, Nachrichten, Dateiaustausch oder Online-Abgaben. Das alles kann Quizizz natürlich nicht bieten.

Vor ein paar Jahren habe ich an der Hochschule Hannover begonnen, Selbsteinschätzungstests mit Lernfortschrittsüberprüfung und prüfungsrelevante Online-Klausuren mit Moodle durchzuführen. Davor um 2007 herum haben wir an der Leibniz Universität Hannover auch schon mal ILIAS für Online-Examen in der Informatik eingesetzt. Sowohl mit ILIAS als auch mit Moodle habe ich bisher nur gute Erfahrungen gemacht und halte vor allem Moodle für ein zeitgemässes, gut etabliertes LMS. (ILIAS kenne ich nur von vor ca. 10 Jahren und kann mir kein aktuelles Urteil erlauben.) Jede Lernmanagementlösung hat im richtigen Kontext seine Berechtigung sowie Vor- und Nachteile, die es individuell abzuwägen gilt.

Eine Frage der Lern- und Kompetenzziele

Die Frage ist, wie eigentlich immer beim Einsatz digitaler Lösungen, welches Ziel soll damit erreicht werden? Und wie ist die Zielerreichung digital am einfachsten umzusetzten, damit möglichst hohe Akzeptanz auf Nutzerseite erfolgt?

Sind Moodle-Tests manchmal also “mit Kanonen auf Spatzen geschossen“?  Oder andersherum gefragt: Ist es Zeit, eine Mücke aus einem Elefanten zu machen?

Aktuell ist unser Ziel in Seminaren und Übungen zu Praktischer Informatik die Hürde insbesondere zu Studienbeginn bei den Erst- und Zweitsemestern möglichst niedrig zu halten. Am Anfang soll die Begeisterung für Webtechnologien und Programmieren stehen, bevor es später mit möglichst hoher Motivation und Eigeninitiative mehr ans “Eingemachte” geht. Viele unserer Studierenden haben leider immer noch die klassischen Vorurteile bezüglich Programmiersprachen  und Webentwicklung, dass es schwer und langweilig ist, sich überhaupt damit zu befassen.

Ein weiterer Aspekt ist die enorme Wichtigkeit von selbstgesteuerter Lern- und Informationskompetenz in Hinsicht auf den Erwerb von Programmierfähigkeiten und Technik Know-How. Wie so oft im Studium können wir nur das grundlegende “Wie und Womit” bei uns im Studiengang vermitteln. Um wirklich Programmieren zu lernen oder fit in der Webentwicklung zu werden, bedarf es einem anhaltend hohen Maß an Eigenmotivation und zusätzlichem Zeitaufwand ausserhalb der Lehrveranstaltungen. Man muss es wollen.

Quizizz Ziel: Screenshot der Website
Screenshot der Quizizz Website: https://quizizz.com/

Und nu?

Zusammengefasst halte ich für unseren Anwendungsfall und unsere Lernziele im Fach “Praktische Informatik” Quizizz derzeit für das besser geeignete Mittel der Wahl gegenüber Online-Tests in Moodle in Bezug auf selbstgesteuertes Lernen im eigenen Tempo, Erhöhung von Innovationskompetenz und mehr Motivation bei der Auseinandersetzung mit Technik-affinen Themen. Moodle wird immer weiterhin für übergeordnete Lernmanagementaufgaben dabei sein, die Quizizz gar nicht abbilden kann und will. Nur es werden wohl ein paar Quizizz dazu kommen. Interessant wäre auch, die Studierenden zum Ende des Semesters selbst weitere Quizizz erstellen zu lassen, die sie dann mit und gegen einander spielen können.

Wir werden den Einsatz von Quizizz bald in unseren Lehrveranstaltungen testen, evaluieren und dann hier darüber berichten. Es bleibt spannend.

Haben Sie schon Erfahrungen mit Quizizz oder ähnlichen Lösungen wie Kahoot oder WP Quiz gesammelt?

Danke für Ihre Zeit <3

Selbstgesteuert und digital Lernen: Studentische Ergebnisse zu Medieninformatik im WebLab

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Als Lehrende – eigentlich egal ob an Schulen, Hochschulen oder in der Weiterbildung – kennen Sie das Problem vielleicht auch, dass einige Ihrer Schützlinge mit großer Begeisterung wunderbare Ergebnisse erzielen. Das können z.B. sehr gute Hausarbeiten, Referate, Abschlussarbeiten oder sonstige Prüfungsleistungen sein.

Schade nur, dass die guten Ergebnisse von Studierenden oder Schüler*innen meistens nach ihrer Bewertung in irgendeiner Schublade verschwinden und nie wieder Beachtung finden, oder?
Oft wird es auch erst richtig spannend, wenn z.B. eine Bachelorarbeit abgeschlossen ist, wie es danach damit thematisch weitergehen könnte.

Das Web-Engineering-Labor (WebLab) im Studiengang Informationsmanagement der Hochschule Hannover hat sich diesem Problem angenommen. Seit 2017 werden jedes Semester fortlaufend Prüfungsleistungen im Bereich Web- und Multimediaentwicklung mittels eines WordPress-Blogs veranstaltungsübergreifend zusammengeführt und gemeinsam mit Studierenden weiterentwickelt.

Studentische Ergebnisse sichtbar machen

Das WebLab ermöglicht die Sichtbarmachung von innovativen und interessanten Prüfungsleistungen sowie die Realisierung studentischer Projektideen.

Es ist eine bündelnde Möglichkeit entstanden, sich generell mit aktuell herausfordernden Themen und Technologien im Bereich Web-Engineering über den Rahmen der Lehrveranstaltungen oder einzelner Semester hinaus auseinander zusetzten.

Synergien zwischen Lehre und Forschung entstehen, indem Studierende als Tutor*innen in der Lehre und an wissenschaftlichen Arbeiten zum Thema Web-Engineering im Rahmen von z.B. Abschlussarbeiten oder Publikationen beteiligt werden. 

Medienkompetenz und Portfolio

Medienkompetenz wird durch das WebLab im Studiengang Informationsmanagement  gefördert, indem die Studierenden ihre Ergebnisse selbst als webbasiertes, digitales Format in WordPress veröffentlichen. Der veröffentlichungsfähige WordPress-Beitrag der Studierenden wird als ein Teil der Prüfungsleistung mit bewertet. Ab einer Gesamtnote von 1,5 und besser steht er nachfolgenden Jahrgängen sowie weiteren Interessierten als Best-Practice-Beispiel für selbstgesteuertes Lernen im Web frei zugänglich zur Verfügung. Die Studierenden werden natürlich vorher gefragt, ob sie der Veröffentlichung auch zustimmen. In Hinsicht auf den Ausbau eines studienbegleitenden Web-Portfolios kommunizieren wir die Veröffentlichung allerdings als sehr sinnvoll – auch bei späteren Bewerbungen.

Ziel des WebLabs ist zusammengefasst die Bündelung, Förderung und Weiterentwicklung studentischer Ergebnisse aus und in Lehrveranstaltungen, Praktika und Abschlussarbeiten zum Thema Web- und Multimediaentwicklung im Studiengang Informationsmanagement.

Aktuell befasst sich das Weblab mit Themen wie z.B. Progressive Web Apps (PWA), Webanimation, interaktiven Infografiken und Storytelling, Erklärvideos, Online-Spielen, Gamification und HTML5.

Mehr zu den Projekten im WebLab finden Sie hier.

WebLab macht QpLuS – Qualität pro Studium und Lehre

Seit diesem Jahr ist das WebLab am durch das MWK geförderten Projekt QpLuS IM  – „Komm Se digital lernen beteiligt, um selbstgesteuerte Lern- und Prüfungsszenarien samt Blended-Learning im Studiengang Informationsmanagement weiter voranzutreiben und langfristig zu etablieren.